8. Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität

 Wir GRÜNE setzen uns für ein Gesellschaftsideal ein, in dem alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt miteinander leben und an allen Aktivitäten selbstverständlich teilhaben können. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die frei von Barrieren, Vorurteilen und Diskriminierung ist.

 

Ein gleichberechtigtes Miteinander von Deutschen und Migranten/innen ist wesentliches Ziel grüner Kommunalpolitik. Ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen bereichert unser gesellschaftliches Leben und bedroht es nicht. Wir treten für eine menschenwürdige Integration aller Flüchtlinge ein.

 

Das Konzept des lebenslangen Lernen muss durch das ganze Bildungswesen ziehen. In unserer Stadt sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse von z.B. Kindern, Familien und Senioren/innen berücksichtigt werden. Wir GRÜNE unterstützen Mehrgenerationenprojekte.

 

  • Wir begrüßen den Aktionsplan für Inklusion, der für Memmingen erstellt wurde und werden ihn intensiv begleiten.

 

  • Die Richtlinien zur Barrierefreiheit müssen konsequent umgesetzt werden.

 

  • Wir unterstützen die Volkshochschule und wünschen angemessene Bezahlung der Dozenten und ein eigenes VHS-Gebäude in zentraler Lage.

 

  • Im Hinblick auf die hochqualifizierten Arbeitsplätze in Memmingen ist eine Hochschule unverzichtbar.

 

  • Memmingen braucht mehr bezahlbare Wohnungen in der Innenstadt.

 

  • Wir begrüßen es sehr, dass der Stadtrat beschlossen hat, beim Einkauf heimische oder fair gehandelte Produkte zu bevorzugen. Wir unterstützen auch den Beschluss, keine Produkte aus Kinderarbeit zu erwerben. Langfristig streben die GRÜNEN an, dass Memmingen eine „Fair-Trade-Kommune“ wird.

 

  • Das Projekt „Soziale Stadt“ im Memminger Westen soll weiter gefördert werden.

 

  • Die GRÜNEN engagieren sich im Memminger Bündnis „Gemeinsam gegen Rechts“. Wir fordern die Stadt auf, jede geplante Veranstaltung der NPD und anderer rechter Organisationen unverzüglich zu veröffentlichen, damit die Bürger/innen ihren Protest organisieren können. Die Stadt soll alle Mittel ergreifen, die Veranstaltung zu verhindern oder für Rechte unattraktiv zu machen.

 

  • Wir begrüßen es, dass es bei der Stadtverwaltung mit Herrn Thomas Schuhmaier einen festen Ansprechpartner zu Thema „Rechtsextremismus“ gibt und dass jährliche Berichte über die Aktivitäten rechtsextremer Gruppen in Memmingen erstellt werden sollen.

 

  • Die Bundesrepublik stellt für das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rechts Gelder zur Verfügung. Das Bundesprogramm heißt: „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“. Wir fordern die Stadt auf, eine Förderung nach diesem Programm zu beantragen, um vor Ort einen lokalen Aktionsplan aufstellen zu können. Der nächste Förderzeitraum beginnt 2015, dafür kann sich die Stadt (evtl. gemeinsam mit dem Landkreis) bewerben.