2. Nachhaltige Stadtentwicklung

Die Stadt ist für die Menschen da. Sie bietet den Lebensraum für Wohnen, Arbeit, Wohlfühlen, Freizeit und für unterschiedliche Interessen. Eine Stadt in der man gerne lebt, ist einladend, vielfältig und identitätsfördernd.

 

Das unverkennbare Stadtbild, Individualität und Kultur sollen erhalten und geschützt werden. Die Stadt lädt zum „Flanieren“ ein mit breiten Bürgersteigen, Grünflächen und Bäumen. Unser Leitbild ist die Stadt der kurzen Wege. Die fußläufige Erreichbarkeit von Geschäften und Dienstleistungen, sozialen Treffpunkten und Grünflächen ist ein Ziel der Bauleitplanung.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern den Vorrang der Innenbereichsentwicklung vor Ausweisung neuer Bauflächen im Außenbereich. Es soll weniger Bodenfläche versiegelt werden. Altbaugrundstücke oder brachliegende Flächen haben in der Bebauung Vorrang vor Grünland.

 

 

  • Das geplante kombinierte Hallen- und Freibad wird vorerst nicht gebaut werden. Die beiden gut erreichbaren und bezahlbaren Schwimmbäder in der Innenstadt sollen mittelfristig erhalten bleiben, beide Bäder sollen angemessen renoviert werden. Zudem wollen wir bürgerfreundliche Öffnungszeiten.

 

  • Unser Ziel für den Weinmarkt: definitiv weniger Verkehr. Das bedeutet mehr Aufenthaltsqualität für die Bürger/innen und eine Stärkung des Handels. Als ersten Schritt in diese Richtung streben wir eine Testphase im Sommer diesen Jahres an, die 4 Monate umfassen soll. In dieser Zeit sollte der Weinmarkt für den PKW-Verkehr gesperrt werden. Ausnahme sind Busse und Radfahrer/innen. Behindertenparkplätze bleiben selbstverständlich erhalten. In der Testphase soll eine Verkehrsstrommessung erfolgen, damit ersichtlich wird, wohin die Verkehre fließen. Die Bürger/innen und Handel/Gastronomie sollen im Anschluss zu ihren Erfahrungen befragt werden.

 

  • Das Bahnhofsareal ist noch offen in den Gestaltungsmöglichkeiten und lässt Platz für Kreativität. Das Areal braucht eine Identität (vielleicht internationales Flair, Künstlerviertel, Tor ins Allgäu), das ein in mancher Hinsicht verschlafenes Memmingen ins 21. Jahrhundert bringt. Hier wird ein starker architektonischer Akzent gebraucht, bspw. ein Tor-Effekt, so dass ein kleines urbanes Zentrum entstehen kann. Zusammen mit den umgewandelten Kinos könnte dieser Bereich z. B. ein Alternativkino, Lebensmittelladen, Jugendzentrum, Radverleih, Touristeninformation, Disko, Hotel und Reiseläden mit beinhalten. Durch die neuen Einkaufsmöglichkeiten soll der innerstädtische Handel ergänzt, aber nicht geschwächt werden. Wir wollen die Bürger/innen an der Planung unseres neuen Bahnhofquartiers beteiligen.

 

  • Wir lehnen die vorgelegten Pläne für die Bebauung des Amendinger Nordrandes wegen der problematischen Bodenverhältnisse und der unkalkulierbaren Risiken für den angrenzenden Baubestand ab.