1. Klimaschutz und Energiewende in Memmingen

Energie in Bürgerhand
Energie in Bürgerhand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN streben an, die bayerischen Städte und Landkreise bis zum Jahr 2030 unabhängig von Erdöl-, Erdgas- und Uranimporten zu machen.

 

Der Energiebedarf soll zu 100% aus Sonne, Wind und nachwachsenden Rohstoffen gedeckt werden.

 

Die Energie soll effizient genutzt werden. Allein durch den vernünftigen Einsatz von Energie lassen sich - bei gleichem Lebensstandard - 50% Energie sparen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für Energieerzeugung und -versorgung in Bürgerhand.

 

Für Memmingen bedeutet das:

 

  • Wir wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter fördern und die Bürger/innen daran beteiligen. Im Memminger Stadtgebiet ist Stromerzeugung durch genehmigungspflichtige Windkraft nicht möglich - das liegt u. a. am Allgäu Airport und am Wetterradar bei Eisenburg. Wir setzen uns für eine Beteiligung der Stadt und der Bürger/innen an Windkraft- und erneuerbaren Energieprojekten innerhalb und außerhalb des Stadtgebietes ein.

 

  • Der Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung sollte fortgeführt werden (z.B. Hackschnitzelheizungen, Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke). Die Stadtwerke sollen die anfallende Wärme zur punktuellen Nahwärmeversorgung nutzen (Prozesswärme / Abfallwärme).

 

  • Die Zulassung von Solardächern und thermischen Solaranlagen in Teilen der Altstadt soll durch eine Änderung der Altstadtsatzung ermöglicht werden.

 

  • Nachdem die Stadt vertraglich noch 17 Jahre an die LEW gebunden ist, soll die Stadt jetzt in eine Planungsphase eintreten mit dem Ziel einer Übernahme des Stromnetzes nach Ablauf der Vertragslaufzeit.

 

  • Die Stadt Memmingen soll für alle städtischen Einrichtungen Ökostrom nutzen, sobald ein Anbieterwechsel möglich ist.

 

  • Die Stadt Memmingen soll Baugebiete mit Passivhäusern / Nullenergiehäusern / EnergiePlusHäuser ausweisen, wie bereits 2001 in einem Antrag gefordert.

 

  • Die Zusammenarbeit mit EZA (Energiezentrum Allgäu) soll weitergeführt werden. Mögliche Maßnahmen zur Energieeffizienz müssen umgesetzt werden.

 

  • Wir setzen uns für die energetische Sanierung der städtischen Gebäude ein. Bei Neubauten muss in Passivhausstandard gebaut werden (wie z.B. der Kindergarten in Westerheim). Bei der Sanierung der Bestandsgebäude soll nahezu Passivhausstandard erreicht werden (wie z.B. bei der Mittelschule in Türkheim).

 

  • Durch alle diese Maßnahmen soll erreicht werden, dass die CO2-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 halbiert werden (gemäß dem Stadtratsbeschluss von 2007).